Erfahrener Generalplaner als Qualitätspartner
„Das bedarf einer sehr komplexen und umfangreichen logistischen Planung“, stellt Holger Wranna, Gesamtprojektleiter bei der S-Bahn Hamburg, fest. Erfolgversprechend erschien ein kooperatives Planungs- und Bauverfahren im Rahmen einer integrierten Projektabwicklung (IPA). Das Besondere: Bauherr, Planer und ausführende Firmen arbeiten von Anfang an Hand in Hand. Für das Vergabepaket 1 wurde ein erfahrener Generalplaner gesucht, der sowohl Qualität als auch Flexibilität liefert. Den Zuschlag erhielt die ARGE PeLOGBau, die Synergien zwischen LOGSOL und dem Planungsbüro Baumert & Peschos bestmöglich vereint.
„Unsere Leistungen umfassen alles von der Architektur über Tragwerksplanung bis hin zu bahntypischen Bereichen wie Gleisbau und Außenanlagen“, fasst Sven Baumert, Geschäftsführer von Baumert & Peschos, zusammen. Jean-Pascal Heinze, Projektleiter von LOGSOL, erläutert: „Wir bringen nicht nur Logistikplanungs-Know-how ein, sondern legen den Fokus vor allem auf effiziente Prozesse in der Baulogistik. Als ARGE betrachten wir das Projekt im gesamten Lebenszyklus, nicht nur bis zur Fertigstellung des Bauwerks.“ PeLOGBau funktioniert ihm zufolge auch menschlich – und das macht den Unterschied.
IPA-Projekt bezieht alle Partner frühzeitig ein
Bei dem IPA-Projekt mussten sich alle Beteiligten zunächst „generisch annähern und schauen, welche Kompetenzen da sind“, berichtet Wranna. Die daraus resultierende Art der Kommunikation, die Allianzpartner für Gebäude, Verkehrs- und Außenanlagen sowie bahntechnische Ausrüstungsgewerke frühzeitig einbezieht, hält er für einen „wesentlichen Vorteil“. Auch Baumert findet es zielführend, von Beginn an direkt mit dem Baupartner zu kooperieren, um zu „prüfen, ob unsere Ideen umsetzbar sind“. Beispiel aus dem Bereich Tragwerk: Ob Spannbetonbinder, leichter Holzbinder oder modulare Stahlteile – entscheidend ist, was sich am besten realisieren lässt und der späteren Nutzung dient.
In integrierten Workshops hat die ARGE sinnvolle Logistik- und Transportwege ermittelt. Laut Heinze findet dabei das LOGSOL-Planungstool RoutMan® „positiven Anklang“. Im November 2025 liegt bereits ein grobes Baulogistikkonzept vor. „Da haben wir einzelne Leistungen gleich strukturiert, wie die Transport- und Logistikwegeführung, das Haufwerksmanagement oder auch die Bauphasenplanung“, meint Heinze. Zu den Planungsumfängen der ARGE gehören unter anderem konstruktiver Ingenieurbau (KIB), Hochbau, Erd- und Tiefbau, Medienplanung und -versorgung, technische Gebäudeausrüstung, 50-Hertz, Außen- sowie Verkehrsanlagen und Logistik. Wranna zieht eine positive Zwischenbilanz: „Mit der ARGE konnte die S-Bahn Hamburg einen exklusiven Partner gewinnen, mit Kompetenzen im Werk- und Werkeumbau, Erfahrung in der Planung komplexer Projekte plus Know-how in Bau- und Versorgungslogistik. In Summe führt das unser Projekt zum Erfolg.“ Die Planung läuft 2026 weiter, Ende 2028 soll das neue S-Bahn-Werk fertig sein.
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