Die passende Waage auswählen
Vor dem Kauf sollte zunächst geklärt werden, welche Funktionen tatsächlich benötigt werden.
Wer lediglich sein Körpergewicht kontrollieren möchte, ist mit einer klassischen Personenwaage meist gut beraten. Digitale Modelle bieten in der Regel eine leicht ablesbare Anzeige und eine feinere Anzeige der Gewichtswerte, während mechanische Waagen ohne Stromversorgung auskommen. Bei digitalen Modellen erfolgt die Energieversorgung zudem meist über Batterien. Daneben gibt es Geräte mit wiederaufladbarem Akku oder Solarzellen.
Viele Personenwaagen haben eine Mindestlast von wenigen Kilogramm und sind für eine maximale Belastung von bis zu 180 Kilogramm ausgelegt. „Mindestgewicht und maximale Tragkraft sollten zu den vorgesehenen Personen passen“, empfiehlt Mahrla. Dies ist besonders relevant, wenn die Waage auch für kleine Kinder oder Haustiere verwendet werden soll. Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Personenwaage für die zuverlässige Gewichtsmessung von Babys oder Tieren geeignet ist.
Je nach gewünschter Nutzung können weitere Funktionen sinnvoll sein. Dazu zählen eine automatische Ein- und Ausschaltung, Speicherplätze für mehrere Personen oder spezielle Funktionen zur Ermittlung des Gewichts von Babys oder Haustieren. Einige Waagen ermöglichen zudem die Auswahl verschiedener Gewichtseinheiten wie Kilogramm, Pfund oder Stone.
Messgenauigkeit und richtiger Standort
Personenwaagen zeigen das Gewicht meist in Schritten von 100 Gramm an. Für vergleichbare Ergebnisse spielen Technik und Anwendung eine wichtige Rolle. Das Gerät sollte auf einem festen, ebenen Untergrund stehen. Weiche Böden wie Teppiche können das Messergebnis verfälschen. Für möglichst vergleichbare Messwerte empfiehlt es sich außerdem, die Waage stets am gleichen Standort und möglichst unter ähnlichen Bedingungen zu verwenden.
Analysewaagen richtig einordnen
Körperanalysewaagen ermitteln neben dem Gewicht auch den Körperfett-, Muskel- oder Wasseranteil. Dazu wird meist ein schwacher, nicht wahrnehmbarer Strom durch den Körper geleitet und auf Basis des gemessenen Widerstands ein Wert berechnet. „Solche Angaben können zur Orientierung und zur Beobachtung von Veränderungen dienen. Eine medizinische Messung ersetzen sie jedoch nicht“, erklärt der Produktexperte. Die Ergebnisse können je nach Gerät, Messzeitpunkt, Flüssigkeitshaushalt und weiteren Faktoren variieren. Die angezeigten Werte sind Schätzungen und eignen sich vor allem dazu, Entwicklungen bei gleichbleibenden Messbedingungen zu beobachten.
Personen mit Herzschrittmachern oder anderen implantierten medizinischen Geräten sollten die Hinweise des Herstellers beachten, da die Körperanalysefunktion nicht für alle Nutzergruppen geeignet ist.
Smarte Funktionen: sinnvoll oder verzichtbar?
Viele moderne Waagen lassen sich per Bluetooth oder WLAN mit einer App verbinden. Dort können die Messwerte gespeichert und über einen längeren Zeitraum dargestellt werden. Das kann praktisch sein, wenn verschiedene Messgrößen oder Entwicklungen dokumentiert werden sollen.
Wenn die Waage von mehreren Personen verwendet wird, sollte geprüft werden, ob sich verschiedene Profile anlegen lassen und ob das Gerät diese automatisch erkennt. Vor dem Kauf lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen, welche Daten die App erfasst, wo diese gespeichert werden und welche Berechtigungen erforderlich sind. Ebenso relevant ist, ob die Waage auch ohne App funktioniert. Bei der Nutzung von Cloud-Diensten ist zudem interessant, ob sich gespeicherte Daten bei Bedarf löschen lassen.
Auf sicheren Stand achten
Eine ausreichend große, rutschhemmende Trittfläche trägt dazu bei, dass die Waage sicher genutzt werden kann. Besonders im Badezimmer ist es wichtig, dass sie auf einem trockenen, festen und ebenen Untergrund steht. Die Waage sollte mit trockenen Füßen betreten und entsprechend den Herstellerangaben verwendet werden. Bei Modellen mit Glasoberfläche sollte auf eine robuste Ausführung geachtet werden. Idealerweise ist auch die Angabe zum verwendeten Sicherheitsglas vorhanden.
Orientierung bieten anerkannte Prüfzeichen wie das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit oder das blaue TÜV SÜD-Oktagon. Das GS-Zeichen steht für die geprüfte Sicherheit eines Produkts und wird von unabhängigen, dafür zugelassenen Prüfstellen wie TÜV SÜD vergeben. Auch das Oktagon gibt Verbrauchern einen Hinweis auf die Prüfung eines Produkts durch TÜV SÜD.
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Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Mehr als 30.000 Mitarbeitende sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. tuvsud.com/de
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