Fahrrad-Monitor 2025: 23 Prozent der Befragten nutzen ein Pedelec, 44 Prozent der Kaufwilligen wollen eines – und die Kaufabsicht sinkt auf 15 Prozent

Ein Pedelec steht inzwischen in gut jedem vierten Haushalt in Deutschland, und mehr als die Hälfte der Bevölkerung interessiert sich dafür. Das geht aus dem Fahrrad-Monitor 2025 hervor, den das Bundesministerium für Verkehr am 23. April 2026 veröffentlicht hat; das SINUS-Institut (Sozialforschung, Heidelberg) befragte dafür online 4.005 Personen zwischen 14 und 69 Jahren. Laut der Erhebung verfügen 28 Prozent der Haushalte über ein Elektrofahrrad, 23 Prozent der Befragten nutzen ein Pedelec selbst, und 55 Prozent äußern generelles Interesse an dem Antrieb. Zugleich planen nur 15 Prozent aller Befragten, in den nächsten zwölf Monaten ein Fahrrad oder Pedelec zu kaufen oder zu leasen, nach 25 Prozent im Jahr 2023. Was vor dem Kauf im Oktober 2026 zu prüfen ist, fasst das Fachportal der Provimedia GmbH in einer Kaufberatung für Pedelecs nach Budget, Typ und Reichweite zusammen.

Der Fahrrad-Monitor erscheint seit 2009 alle zwei Jahre und gilt als Stimmungsbild zur Fahrrad- und Pedelec-Nutzung in Deutschland; die Befragung lief vom 27. Mai bis zum 13. Juni 2025. Mit der Ausgabe 2025 kam erstmals eine eigene Befragung von Kindern zwischen 6 und 13 Jahren und ihren Eltern hinzu.

Wie viele Menschen ein Pedelec nutzen und wie viel sie dafür ausgeben wollen

Unter den Radfahrenden nutzen laut der Erhebung 29 Prozent aktuell ein Pedelec, Lastenräder mit oder ohne Motor kommen auf 3 Prozent. Wer einen Kauf plant, entscheidet sich besonders häufig für den elektrischen Antrieb: 44 Prozent der potenziellen Käufer wollen laut der Erhebung ein Pedelec anschaffen, 26 Prozent ein herkömmliches Fahrrad und 20 Prozent ein Mountainbike. Die durchschnittliche Ausgabebereitschaft liegt bei rund 1.615 Euro und ist damit gegenüber 1.424 Euro im Jahr 2023 und 1.052 Euro im Jahr 2021 erneut gestiegen.

Gekauft wird nach wie vor vor Ort. Das zuletzt angeschaffte Rad stammt laut der Studie bei 47 Prozent der Radfahrenden aus einem lokalen Fachgeschäft, bei 15 Prozent aus einem Privatverkauf und bei 13 Prozent aus einer Überlassung, etwa als Geschenk. Online-Shops für mehrere Hersteller kommen auf 8 Prozent. Shops einzelner Hersteller erreichen 5 Prozent, Supermärkte, Discounter und Baumärkte ebenfalls 5 Prozent. Bei der Wahl einer Werkstatt zählen die Nähe zum Wohnort (73 Prozent), die Qualität der Reparatur (70 Prozent) und der Preis (67 Prozent).

Warum sich vier von zehn Radfahrenden im Straßenverkehr unsicher fühlen

Das Sicherheitsgefühl ist laut der Erhebung leicht gesunken. 59 Prozent der Radfahrenden fühlen sich im Straßenverkehr sehr oder meistens sicher, nach 60 Prozent im Jahr 2023 und 63 Prozent im Jahr 2021; 41 Prozent fühlen sich unsicher. Frauen nennen mit 49 Prozent deutlich häufiger Unsicherheit als Männer mit 33 Prozent. Mit dem Alter steigt der Anteil von 26 Prozent bei den 14- bis 19-Jährigen auf 48 Prozent bei den 60- bis 69-Jährigen. Als Ursachen führen die Befragten rücksichtslose Autofahrende (60 Prozent), zu viel Verkehr (48 Prozent) und zu hohe Geschwindigkeiten motorisierter Fahrzeuge (47 Prozent) an. Einen Helm tragen laut der Erhebung 49 Prozent immer oder meistens, 38 Prozent besitzen keinen.

Am 25. Oktober 2026 endet die Sommerzeit. Viele Pendlerfahrten fallen danach in die Dämmerung. Welche Leuchten, Reflektoren und Zusatzlichter ein Pedelec dann braucht, erklärt das Fachportal in einem Beitrag zur Ausstattung, die ein E-Bike bei Dunkelheit straßentauglich macht.

„Weniger Menschen wollen kaufen, aber die, die kaufen, wollen mehr ausgeben – der Markt wird kleiner und anspruchsvoller zugleich. Wer jetzt ein Pedelec kauft, kauft überlegter als 2023, und das ist für den Fachhandel die bessere Nachricht als jeder Rabatt“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was das Dienstradleasing 2025 zum Pedelec-Markt beiträgt

Ein Teil der Nachfrage läuft nicht über den privaten Kauf, sondern über den Arbeitgeber. Das zeigt die im März 2026 erschienene Marktstudie der Prüfungsgesellschaft Deloitte und des Bundesverbands Zukunft Fahrrad zum deutschen Dienstradleasing-Markt. Laut der Studie sank der Umsatz im Jahr 2025 um 4 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, die Zahl der neu geleasten Diensträder ging um 5 Prozent auf 720.000 zurück. Der Bestand wächst dennoch weiter: Rund 2,2 Millionen Diensträder waren 2025 im Umlauf. Vier Eckwerte nennt die Studie für das Marktjahr 2025:

  • 77 Prozent der neu geleasten Räder waren E-Bikes, 23 Prozent konventionelle Fahrräder.
  • Ein geleastes E-Bike kostete im Schnitt 3.700 Euro, ein konventionelles Dienstrad 2.660 Euro.
  • Die Zahl der aktiven Nutzer wuchs seit 2021 im Durchschnitt um 28 Prozent pro Jahr.
  • Die Zahl der teilnehmenden Arbeitgeber legte seit 2021 im Durchschnitt um 21 Prozent pro Jahr zu.

Als wichtigste Argumente für das Leasing nennt die Konsumentenbefragung der Studie finanzielle Vorteile, inkludierte Serviceleistungen und den Wegfall hoher Anschaffungskosten. Kritisch bewertet werden Vertragslaufzeiten und Unsicherheiten bei einem Arbeitgeberwechsel. Für die Kaufwilligen aus der Verkehrsministeriums-Erhebung ist das Leasing damit ein zweiter Weg zum Pedelec, dessen Preise laut Deloitte deutlich über dem Gesamtmarkt liegen.

Wofür Käufer die Wintermonate 2026/27 nutzen können

Der nächste Fahrrad-Monitor ist nach dem Zweijahresrhythmus der Studienreihe für 2027 zu erwarten. Die Dienstradleasing-Studie von Deloitte und Zukunft Fahrrad erschien 2026 zum dritten Mal; nach dem bisherigen Jahresrhythmus käme die vierte Ausgabe im Frühjahr 2027. Bis dahin liefern die aktuellen Zahlen drei praktische Anhaltspunkte. Wer im Winter 2026/27 kauft, trifft im Fachhandel auf Auslaufmodelle des Jahrgangs 2026. Die Reichweite lässt sich bei niedrigen Temperaturen realistisch testen. Und es bleibt Zeit, die Leasingbedingungen des eigenen Arbeitgebers mit einem Barkauf zu vergleichen. Die 55 Prozent, die laut der Erhebung künftig häufiger Rad fahren wollen, entscheiden in diesen Monaten, ob aus dem Vorsatz eine Anschaffung wird.

Über die Provimedia GmbH

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Provimedia GmbH
Weidenweg 12
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon: +49 (7142) 3442727
Telefax: +49 (7142) 2279985
http://provimedia.de

Ansprechpartner:
Alexander Weipprecht
CEO
Telefon: +49 (7142) 3442727
E-Mail: info@provimedia.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel