Immobilienkaufverträge legen 2025 um acht Prozent auf rund 872.000 zu, der Geldumsatz steigt um 13 Prozent auf 278 Milliarden Euro

Auf dem deutschen Immobilienmarkt haben 2025 wieder mehr Eigentümer verkauft als im Jahr zuvor. Nach Angaben des Arbeitskreises der Oberen Gutachterausschüsse wurden bundesweit rund 872.000 Immobilienkaufverträge registriert, acht Prozent mehr als 2024. Der Geldumsatz stieg um 13 Prozent auf 278 Milliarden Euro, wovon 198 Milliarden Euro auf Wohnimmobilien entfielen. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 24. Juni 2026 gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Wer aus dem eigenen Umfeld von einer Verkaufsabsicht weiß, kann diesen Hinweis über einen Marktplatz für Immobilien-Empfehlungen an geprüfte Makler weitergeben und wird bei einem Abschluss beteiligt.

Warum die Zahl der Abschlüsse stärker steigt als die Quadratmeterpreise

Die Bewegung im Markt entsteht 2025 vor allem über die Menge, nicht über den Preis. Bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern lag der mittlere Preis laut dem Arbeitskreis bei 2.420 Euro je Quadratmeter Wohnfläche und damit weniger als ein Prozent über dem Vorjahr. Reihen- und Doppelhäuser kamen auf 2.470 Euro je Quadratmeter, ein Plus von vier Prozent. Der Zuwachs bei der Vertragszahl fällt mit acht Prozent damit deutlicher aus als die Preisbewegung in beiden Hausarten.

Was die Kaufpreissammlungen für die einzelnen Objektarten ausweisen

Der Arbeitskreis stützt seine Auswertung auf die Kaufpreissammlungen der örtlichen Gutachterausschüsse, denen jährlich rund eine Million Kaufverträge vorliegen. Für 2025 weist die Bilanz folgende Werte aus:

  • Rund 872.000 Kaufverträge über alle Immobilienarten, acht Prozent mehr als 2024.
  • 278 Milliarden Euro Geldumsatz insgesamt, ein Plus von 13 Prozent.
  • 198 Milliarden Euro davon entfallen auf Wohnimmobilien, mehr als 70 Prozent des Gesamtvolumens.
  • Gebrauchte Eigentumswohnungen: im Mittel 2.390 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.
  • Neu gebaute Eigentumswohnungen: im Mittel 4.460 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Auch der Markt für Baugrundstücke hat 2025 wieder zugelegt

Beim Bauland zeigt die Auswertung dieselbe Richtung wie beim Bestand. Für Ein- und Zweifamilienhäuser wechselten 2025 nach Angaben des Arbeitskreises 50.100 Grundstücke den Eigentümer, acht Prozent mehr als im Vorjahr, bei einem Umsatz von 10,2 Milliarden Euro und einem Plus von 11 Prozent. Grundstücke für Mehrfamilienhäuser kamen auf 2.900 Verkäufe und damit auf zwölf Prozent mehr als 2024.

„Eine steigende Vertragszahl heißt für einen einzelnen Eigentümer noch nicht, dass sein Objekt leichter verkäuflich wird. Sie heißt zunächst, dass wieder mehr Menschen im Bekanntenkreis vor derselben Entscheidung stehen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was ein anziehender Markt für die Suche nach einem Vermittler ändertEin Markt mit mehr Abschlüssen bringt mehr Verkäufer in die Lage, einen Vermittler auszuwählen, statt den erstbesten zu nehmen. Die amtliche Statistik beschreibt dabei Kreise und Objektarten, nicht die einzelne Straße; der Unterschied zwischen zwei Nachbarschaften bleibt in einer Bundesauswertung unsichtbar. Für den Zeitraum 2025 bleibt festzuhalten: Die Zahl der Eigentümerwechsel wächst schneller als die Preise, und der Bedarf an Vermittlung wächst mit ihr.

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