Warum KI-Piloten im Einzelhandel häufig nicht skalieren
Ein isolierter KI-Pilot ist technisch vergleichsweise einfach umzusetzen. Ein begrenzter Datenbestand wird exportiert, ein Modell analysiert ihn und liefert beispielsweise eine Absatzprognose oder erkennt Auffälligkeiten. Schwieriger wird es, wenn diese Erkenntnisse dauerhaft in Wareneingang, Bestandsführung, Filialprozesse, Kommissionierung oder Inventur einfließen sollen.
Dann treffen KI-Anwendungen auf unterschiedliche ERP-Versionen, historisch gewachsene Schnittstellen, lokale Datenbanken und voneinander getrennte Bestands-, Artikel- und Bewegungsdaten. Genau diese Fragmentierung bremst die Skalierung. McKinsey weist darauf hin, dass erfolgreiche Händler nicht möglichst viele einzelne Use Cases verfolgen, sondern KI in ausgewählten Geschäftsbereichen tief in Prozesse und Workflows integrieren. Eine moderne, modulare Technologiearchitektur und eine zugängliche Datenbasis werden dabei zu wesentlichen Voraussetzungen.
ERP-Integration macht aus KI einen operativen Prozess
Für den Handel bedeutet das: Das ERP sollte nicht durch einen weiteren KI-Datensilo ergänzt werden. Stattdessen müssen operative Daten zwischen Filiale, Lager, mobilen Anwendungen, Analyseplattform und führendem System kontrolliert fließen.
COSYS Retail Management setzt dafür auf eine modulare Plattformarchitektur. Daten können direkt bei der physischen Warenbewegung mit MDE-Geräten oder Smartphones erfasst werden. Über das COSYS Backend werden beispielsweise Aufträge, Stammdaten und Bewegungsdaten verarbeitet und anschließend an das ERP zurückgegeben. Schnittstellen können unter anderem über Dateien, Datenbanken, APIs oder Webservices realisiert werden.
Für KI-Anwendungen entsteht damit eine entscheidende Grundlage: Sie arbeiten nicht nur mit historischen Exporten, sondern können reale Scan-, Buchungs-, Zeitstempel- und Bewegungsdaten aus den operativen Prozessen nutzen. COSYS beschreibt zudem die Anbindung KI-basierter Empfehlungen und Prognosen an bestehende Systeme wie SAP, Microsoft Dynamics NAV beziehungsweise Navision oder Infor.
Von der Datenerfassung bis zur KI-gestützten Entscheidung
Der End-to-End-Ansatz lässt sich beispielsweise im Bestandsmanagement nachvollziehen. Ein Mitarbeiter erfasst im Wareneingang oder auf der Verkaufsfläche einen Artikel. Die Bewegung wird digital dokumentiert, mit den relevanten Stammdaten verbunden und an das Backend beziehungsweise das ERP übermittelt. Die Prozessdatenanalyse kann anschließend Bestandsentwicklungen, Durchlaufzeiten oder Auffälligkeiten sichtbar machen. Darauf aufbauend kann KI Muster erkennen, Bedarfe prognostizieren oder auf kritische Bestände hinweisen.
Der Vorteil einer modularen Architektur liegt darin, dass dafür nicht sofort die gesamte Retail-IT ersetzt werden muss. Unternehmen können mit einem klar abgegrenzten Prozess beginnen und anschließend weitere Module wie Wareneingang, Umlagerung, Retouren, Inventur, Bestandskorrektur oder Kommissionierung anbinden. Aus dem Pilotprojekt entsteht damit schrittweise eine gemeinsame Prozess- und Datenarchitektur.
Skalierung endet nicht bei Software und Schnittstellen
Für CIOs gehört zur KI-Skalierung auch die Betriebsfähigkeit der gesamten Umgebung. Mobile Hardware muss standardisiert konfiguriert, Anwendungen müssen aktuell gehalten und Ausfälle schnell behoben werden. COSYS ergänzt seine Software deshalb um MDE-Hardware, Managed Services und Mobile Device Management. Über das MDM lassen sich unter anderem Apps zentral verteilen, Gerätegruppen konfigurieren, Systemzustände kontrollieren und mobile Geräte per Remote-Zugriff unterstützen.
Hinzu kommen Business Intelligence und Prozessdatenanalyse als Bindeglied zwischen operativer Datenerfassung und Managemententscheidung. Für cloudbasierte KI-Anwendungen setzt COSYS auf eine skalierbare Architektur; die COSYS BI Cloud wird zu 100 Prozent in Deutschland gehostet. Standardisierte SaaS-Strukturen reduzieren zugleich die technische Einstiegshürde gegenüber individuell aufgebauten KI-Infrastrukturen.
Praxistipp:
Wer bereits mehrere KI-Piloten betreibt, sollte vor dem nächsten Projekt einen davon vollständig durch die Prozesskette verfolgen: Wo entstehen seine Daten, wie gelangen sie zur KI, welches System erhält das Ergebnis und wie wird daraus eine konkrete Aktion im Store oder Lager? Fehlt an einer dieser Stellen eine belastbare Integration, liegt dort wahrscheinlich der größere Hebel als beim nächsten Modell. Erst wenn Datenerfassung, ERP, Analyse und operativer Workflow zusammenspielen, wird aus einem erfolgreichen Pilot eine skalierbare KI-Anwendung.
Sie möchten KI im Einzelhandel nicht nur testen, sondern skalierbar in operative Prozesse integrieren? Kontaktieren Sie das COSYS Team für eine individuelle Beratung zu Retail Management Software, ERP-Anbindung, Prozessdatenanalyse und KI-gestützten Anwendungen. Vereinbaren Sie einen Termin unter vertrieb@cosys.de oder +49 5062 900 0.
Alternativ können Sie die kostenlose COSYS Retail Demo-App für Android und iOS testen.
Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf (bei Hildesheim) besteht seit knapp 40 Jahren und ist eines der führenden Systemhäuser im Bereich mobiler Datenerfassungslösungen für Android und Windows. Ein mittelständisches Unternehmen, das seit 1982 die Entwicklung von Identifikationssystemen vorantreibt und heute branchenspezifische Komplettlösungen für nahezu alle gängigen Geschäftsprozesse anbietet. Vom Prozessdesign und der Konzepterstellung, über die Implementierung der Hard- und Software bis hin zum Projektmanagement und maßgeschneiderten Wartungsverträgen, decken wir das komplette Leistungsspektrum der Systementwicklung, Integration und Betreuung ab. Des Weiteren bietet COSYS einen Reparaturservice, WLAN-Funkvermessung, sowie Lösungen für die Bauteil-Rückverfolgung mittels DPM-Codes.
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