Woran sich das Wachstum der Branche im Einzelnen ablesen lässt
Der Zuwachs zeigt sich laut DSSV nicht allein bei den Mitgliedern, sondern über alle erhobenen Kennzahlen hinweg. Der Nettoumsatz stieg 2025 auf 6,25 Milliarden Euro und damit um 7,4 Prozent gegenüber 2024. Die Zahl der Anlagen beruht auf einer Vollerhebung des Adresspools.
- Mitglieder: 12,36 Millionen, ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber 2024.
- Nettoumsatz: 6,25 Milliarden Euro, ein Plus von 7,4 Prozent.
- Anlagen: 9.647 Standorte, ein Plus von 5,7 Prozent.
- Beschäftigte: rund 167.100, ein Plus von 6,0 Prozent.
- Marktdurchdringung: 14,8 Prozent der Bevölkerung, plus 1,0 Prozentpunkte.
Warum Aggregatoren die Reichweite der Anlagen verschieben
Aggregatoren bündeln Zugänge zu mehreren Anlagen in einem Vertrag und gewinnen laut der Eckdatenstudie weiter an Gewicht. Nach Angaben des DSSV trainierten 2025 zusätzlich rund 1,47 Millionen Menschen über solche Modelle, 21,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Gesamtzahl der Trainierenden steigt damit auf 13,83 Millionen.
Angebunden an mindestens ein Aggregatornetzwerk sind laut DSSV bereits 76,1 Prozent der Anlagen in Deutschland. Wer über wechselnde Standorte trainiert, führt seine Einheiten deshalb selten an einer Stelle zusammen. Die Seite zur strukturierten Trainingsplanung nach Wochenzielen beschreibt, wie sich geplante und absolvierte Einheiten unabhängig vom Trainingsort dokumentieren lassen.
Wie stark Betreiber in Personal und Ausstattung investieren
Betreiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen investierten im Jahr 2025 rund 798 Millionen Euro netto in ihre Standorte. Das entspricht der Erhebung zufolge durchschnittlich 83.000 Euro netto je Anlage. Rund 80 Prozent der Betriebe planen für 2026 weitere Investitionen, und 95,3 Prozent geben an, in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden zu investieren.
„Zwölf Millionen Mitgliedschaften sind noch keine zwölf Millionen regelmäßigen Trainingswochen. Der Unterschied entscheidet sich selten am Gerät, sondern daran, ob jemand seine Woche plant und den eigenen Verlauf vor Augen hat“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Was die Beitragshöhe über die Angebotsstruktur verrät
Der durchschnittliche Monatsbeitrag lag branchenweit bei 48,55 Euro brutto. Zwischen den Anlagentypen fällt die Spanne deutlich aus: Mitglieder in Kettenanlagen zahlen im Schnitt 40,54 Euro, in Einzelanlagen 59,24 Euro und in Studios mit engem Schwerpunkt, etwa auf elektrische Muskelstimulation, 80,02 Euro pro Monat.
Die Eckdatenstudie beschreibt damit einen Markt, der wächst und zugleich durchlässiger wird. Digitale Trainingsbegleitung tritt darin weniger als Wettbewerb zur Anlage auf denn als Klammer zwischen wechselnden Trainingsorten.
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