Seit rund zwei Jahrzehnten realisieren das SKZ und ENTEX gemeinsam anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte entlang der gesamten Prozesskette der Extrusion. Schwerpunkte lagen unter anderem auf der Simulation von Planetwalzenextrudern, der prozesssicheren Dosierung gewölleartiger Fasern für nachhaltige Compounds sowie der Verarbeitung leitfähiger Duroplaste zur Herstellung von Bipolarplatten.
Reaktive Extrusion und Recycling von Siliconelastomeren im Fokus
Aktuell treiben die Partner insbesondere die Weiterentwicklung reaktiver Extrusionsprozesse auf dem Planetwalzenextruder voran. Im Fokus steht ein kontinuierlicher Recyclingprozess für Siliconelastomer-Abfälle, der im Vergleich zu konventionellen Verfahren eine deutliche Reduktion des Energieeinsatzes ermöglicht, da die Rückführung in Monomerstrukturen entfällt. Das Projekt adressiert damit zentrale Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffindustrie.
Technologietransfer: Von der Forschung in die industrielle Kunststoffverarbeitung
„Die Zusammenarbeit mit ENTEX ist geprägt von einem tiefen Prozessverständnis und dem gemeinsamen Anspruch, innovative Lösungen in die industrielle Praxis zu überführen“, erklärt Dr. Johannes Rudloff, Bereichsleiter Materialien, Compoundieren und Extrudieren am SKZ. „Die technologische Expertise von ENTEX ist ein entscheidender Erfolgsfaktor in unseren Projekten.“
Auszeichnung für Innovation in Extrusion und nachhaltiger Kunststoffverarbeitung
Sebastian Rust, Geschäftsführer der ENTEX Rust & Mitschke GmbH, ergänzt: „Die enge Verzahnung von anwendungsnaher Forschung und industrieller Umsetzung ist ein wesentlicher Treiber unserer Innovationskraft. Die Auszeichnung bestätigt den gemeinsamen Weg und motiviert uns, zukünftige Herausforderungen – insbesondere im Bereich nachhaltiger Extrusionsprozesse – weiter voranzutreiben.“
Das SKZ ist ein Klimaschutzunternehmen und Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.
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