Müller betrachtet dafür Kundenservice, Beratung und Führung. Im Kundenkontakt unterscheidet er zwischen häufigen Routinefragen und Situationen mit weitreichenden persönlichen oder wirtschaftlichen Folgen. Unternehmen sollten festlegen, wann ein Mensch übernimmt und wie diese Übergabe funktioniert. Ein automatisierter Ablauf allein beantwortet für ihn noch nicht die Frage, ob ein Kunde im entscheidenden Moment einen verantwortlichen Ansprechpartner erreicht.
Auch für Beratungsleistungen sieht der Autor einen Unterschied zwischen der Erstellung einer Entscheidungsvorlage und der Verantwortung für ihre Folgen. Eine KI kann Informationen strukturieren und Handlungsoptionen vorbereiten. Die Geschäftsleitung muss aus Müllers Sicht dennoch begründen können, weshalb sie eine Option auswählt, welche Risiken sie eingeht und wer ansprechbar bleibt, wenn das Ergebnis von den Erwartungen abweicht.
Der Essay verbindet diese Überlegungen mit der Qualifizierung von Beschäftigten. Organisationen sollten prüfen, welche Fähigkeiten sie weiterhin selbst aufbauen und schützen müssen. Dazu gehören fachliches Verständnis, die kritische Bewertung von Ausgaben und der Umgang mit unklaren Situationen. Der Beitrag formuliert eine Autorenposition zur Organisation von Arbeit, keine garantierte Prognose über Beschäftigung oder Einkommen.
Am 24. September erschien dazu eine Folge des Formats „TWO MINDS – ONE ESSAY“. Zwei KI-Agenten diskutieren die These und mögliche Gegenargumente, darunter die Gefahr, Menschen lediglich als Verantwortliche für Fehlentscheidungen automatisierter Systeme einzusetzen. Essay und Begleitfolge bilden ein gemeinsames Themenangebot. Den vollständigen Ausgangstext und weiterführende Quellen finden Redaktionen unter https://www.ventureaistack.com/… . Norman Müller steht für Fragen zu seiner Position zur Verfügung.
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