In modernen Produktions- und Logistiksystemen entscheidet nicht nur die Qualität eines Produkts über den Erfolg eines Unternehmens, sondern vor allem die Effizienz der zugrunde liegenden Prozesse. Besonders der Materialfluss spielt dabei eine zentrale Rolle.
Je strukturierter Materialien bewegt und gelagert werden, desto stabiler laufen Produktionsprozesse ab. Unklare Abläufe, lange Lagerzeiten oder unkontrollierte Entnahmen führen dagegen schnell zu Verschwendung, Fehlern und unnötigen Kosten.
Ein zentrales Prinzip, das genau hier ansetzt, ist FIFO – First In, First Out.
Grundprinzip von FIFO einfach erklärt
FIFO beschreibt ein sehr einfaches Grundprinzip:Materialien, die zuerst ins Lager oder in den Prozess kommen, werden auch zuerst wieder entnommen oder verarbeitet.
Damit wird eine feste Reihenfolge im Materialfluss geschaffen. Diese Reihenfolge sorgt dafür, dass ältere Bestände nicht im System „stehen bleiben“, während neuere Ware bevorzugt genutzt wird.
Das Prinzip wirkt auf den ersten Blick trivial, hat aber große Auswirkungen auf Effizienz, Qualität und Prozesssicherheit.
FIFO im Kontext von Lean Production
Im Lean Management steht die Vermeidung von Verschwendung im Mittelpunkt. Alles, was keinen Mehrwert schafft, soll reduziert oder eliminiert werden.
FIFO unterstützt dieses Ziel auf mehreren Ebenen:
Reduzierung von Lagerzeiten
Vermeidung von Überbeständen
Verhinderung von Materialverfall oder Alterung
Reduzierung unnötiger Bewegungen im Lager
Durch die klare Struktur im Materialfluss wird der gesamte Prozess planbarer und stabiler.
Besonders wichtig ist dabei der sogenannte „Flow“ – also ein kontinuierlicher, gleichmäßiger Materialfluss ohne Unterbrechungen. FIFO trägt direkt dazu bei, diesen Flow zu stabilisieren.
Konkrete Vorteile von FIFO in der Praxis
1. Weniger Materialverluste
Ein großer Vorteil von FIFO ist die automatische Nutzung älterer Bestände. Dadurch sinkt das Risiko, dass Materialien unbrauchbar werden oder abgeschrieben werden müssen.
Das ist besonders relevant bei:
empfindlichen Bauteilen
beschichteten oder chemisch behandelten Materialien
zeitkritischen Produktionsgütern
2. Mehr Prozesssicherheit
Wenn klar geregelt ist, welche Ware als nächstes entnommen wird, sinkt die Fehlerquote deutlich. Mitarbeitende müssen keine Entscheidungen treffen, sondern folgen einer festen Logik.
Das reduziert:
Fehlentnahmen
Verwechslungen
unnötige Rückfragen im Prozess
3 Höhere Transparenz im Lager
FIFO zwingt Unternehmen dazu, ihre Lagerstruktur klar zu organisieren. Materialien müssen sichtbar und nachvollziehbar positioniert werden.
Das führt zu:
besserer Übersicht über Bestände
klaren Lagerzonen
einfacherem Handling in der täglichen Arbeit
4. Stabilere Produktionsabläufe
Ein gleichmäßiger Materialfluss verhindert Engpässe und Unterbrechungen. Dadurch wird die Produktion planbarer und weniger anfällig für Störungen.
Umsetzung von FIFO in der Realität
FIFO ist kein reines Theorieprinzip, sondern wird durch konkrete Lager- und Fördersysteme umgesetzt.
Typische Lösungen sind:
Durchlaufregale, in denen Ware automatisch nachrückt
Rollenbahnen, die eine feste Flussrichtung erzeugen
definierte Lagerplätze mit klarer Entnahmereihenfolge
Kanban-Systeme zur Steuerung des Nachschubs
Diese Systeme sorgen dafür, dass FIFO nicht von Mitarbeitenden „beachtet“ werden muss, sondern physisch im Prozess verankert ist.
Gerade in der Lean Production ist dieser Punkt entscheidend, da Prozesse möglichst fehlerfrei und selbsterklärend gestaltet werden sollen.
FIFO im Vergleich zu anderen Lagerprinzipien
FIFO wird häufig mit zwei anderen Prinzipien verglichen:
LIFO (Last In, First Out)
Hier wird die zuletzt eingelagerte Ware zuerst entnommen. Das kann in bestimmten Finanzsystemen sinnvoll sein, führt in der Produktion aber oft zu alten Beständen und unnötiger Verschwendung.
FEFO (First Expired, First Out)
Dieses Prinzip berücksichtigt das Verfallsdatum. Es wird vor allem in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie eingesetzt, wenn die Haltbarkeit wichtiger ist als das Einlagerungsdatum.
FIFO bleibt jedoch das Standardprinzip in der industriellen Fertigung, da es universell anwendbar und leicht verständlich ist.
7. 1. Einleitung: Warum Materialfluss in der Produktion entscheidend ist
In modernen Produktions- und Logistiksystemen entscheidet nicht nur die Qualität eines Produkts über den Erfolg eines Unternehmens, sondern vor allem die Effizienz der zugrunde liegenden Prozesse. Besonders der Materialfluss spielt dabei eine zentrale Rolle.
Je strukturierter Materialien bewegt und gelagert werden, desto stabiler laufen Produktionsprozesse ab. Unklare Abläufe, lange Lagerzeiten oder unkontrollierte Entnahmen führen dagegen schnell zu Verschwendung, Fehlern und unnötigen Kosten.
Ein zentrales Prinzip, das genau hier ansetzt, ist FIFO – First In, First Out.
2. Grundprinzip von FIFO einfach erklärt
FIFO beschreibt ein sehr einfaches Grundprinzip:Materialien, die zuerst ins Lager oder in den Prozess kommen, werden auch zuerst wieder entnommen oder verarbeitet.
Damit wird eine feste Reihenfolge im Materialfluss geschaffen. Diese Reihenfolge sorgt dafür, dass ältere Bestände nicht im System „stehen bleiben“, während neuere Ware bevorzugt genutzt wird.
Das Prinzip wirkt auf den ersten Blick trivial, hat aber große Auswirkungen auf Effizienz, Qualität und Prozesssicherheit.
3. FIFO im Kontext von Lean Production
Im Lean Management steht die Vermeidung von Verschwendung im Mittelpunkt. Alles, was keinen Mehrwert schafft, soll reduziert oder eliminiert werden.
FIFO unterstützt dieses Ziel auf mehreren Ebenen:
Reduzierung von Lagerzeiten
Vermeidung von Überbeständen
Verhinderung von Materialverfall oder Alterung
Reduzierung unnötiger Bewegungen im Lager
Durch die klare Struktur im Materialfluss wird der gesamte Prozess planbarer und stabiler.
Besonders wichtig ist dabei der sogenannte „Flow“ – also ein kontinuierlicher, gleichmäßiger Materialfluss ohne Unterbrechungen. FIFO trägt direkt dazu bei, diesen Flow zu stabilisieren.
4. Konkrete Vorteile von FIFO in der Praxis 4.1 Weniger Materialverluste
Ein großer Vorteil von FIFO ist die automatische Nutzung älterer Bestände. Dadurch sinkt das Risiko, dass Materialien unbrauchbar werden oder abgeschrieben werden müssen.
Das ist besonders relevant bei:
empfindlichen Bauteilen
beschichteten oder chemisch behandelten Materialien
zeitkritischen Produktionsgütern
4.2 Mehr Prozesssicherheit
Wenn klar geregelt ist, welche Ware als nächstes entnommen wird, sinkt die Fehlerquote deutlich. Mitarbeitende müssen keine Entscheidungen treffen, sondern folgen einer festen Logik.
Das reduziert:
Fehlentnahmen
Verwechslungen
unnötige Rückfragen im Prozess
4.3 Höhere Transparenz im Lager
FIFO zwingt Unternehmen dazu, ihre Lagerstruktur klar zu organisieren. Materialien müssen sichtbar und nachvollziehbar positioniert werden.
Das führt zu:
besserer Übersicht über Bestände
klaren Lagerzonen
einfacherem Handling in der täglichen Arbeit
4.4 Stabilere Produktionsabläufe
Ein gleichmäßiger Materialfluss verhindert Engpässe und Unterbrechungen. Dadurch wird die Produktion planbarer und weniger anfällig für Störungen.
5. Umsetzung von FIFO in der Realität
FIFO ist kein reines Theorieprinzip, sondern wird durch konkrete Lager- und Fördersysteme umgesetzt.
Typische Lösungen sind:
Durchlaufregale, in denen Ware automatisch nachrückt
Rollenbahnen, die eine feste Flussrichtung erzeugen
definierte Lagerplätze mit klarer Entnahmereihenfolge
Kanban-Systeme zur Steuerung des Nachschubs
Diese Systeme sorgen dafür, dass FIFO nicht von Mitarbeitenden „beachtet“ werden muss, sondern physisch im Prozess verankert ist.
Gerade in der Lean Production ist dieser Punkt entscheidend, da Prozesse möglichst fehlerfrei und selbsterklärend gestaltet werden sollen.
6. FIFO im Vergleich zu anderen Lagerprinzipien
FIFO wird häufig mit zwei anderen Prinzipien verglichen:
LIFO (Last In, First Out)
Hier wird die zuletzt eingelagerte Ware zuerst entnommen. Das kann in bestimmten Finanzsystemen sinnvoll sein, führt in der Produktion aber oft zu alten Beständen und unnötiger Verschwendung.
FEFO (First Expired, First Out)
Dieses Prinzip berücksichtigt das Verfallsdatum. Es wird vor allem in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie eingesetzt, wenn die Haltbarkeit wichtiger ist als das Einlagerungsdatum.
FIFO bleibt jedoch das Standardprinzip in der industriellen Fertigung, da es universell anwendbar und leicht verständlich ist.
Verbindung zu anderen Lean-Methoden
FIFO entfaltet seine volle Wirkung erst im Zusammenspiel mit weiteren Lean-Prinzipien:
5S-Methode: sorgt für Ordnung und klare Arbeitsplatzstrukturen
Just-in-Time: reduziert Bestände auf das notwendige Minimum
Kanban: steuert Materialnachschub bedarfsorientiert
In Kombination entsteht ein System, das sowohl effizient als auch stabil ist.
Bedeutung für moderne Produktionssysteme
In Zeiten steigender Variantenvielfalt, kürzerer Produktlebenszyklen und wachsendem Kostendruck wird ein stabiler Materialfluss immer wichtiger.
FIFO hilft Unternehmen dabei:
Prozesse zu standardisieren
Bestände zu reduzieren
Fehlerquellen zu minimieren
und die Produktion besser planbar zu machen
Damit ist FIFO nicht nur eine Lagerregel, sondern ein strategisches Element moderner Produktionsorganisation.
Fazit
FIFO ist ein einfaches, aber äußerst wirkungsvolles Prinzip zur Steuerung von Materialflüssen. Es sorgt für Ordnung, reduziert Verschwendung und erhöht die Stabilität in Produktion und Lager.
Gerade im Lean Management ist FIFO ein zentraler Baustein, da es Transparenz schafft und Prozesse logisch strukturiert. Unternehmen profitieren dadurch langfristig von effizienteren Abläufen, geringeren Kosten und höherer Prozesssicherheit.
Die BeeWaTec Gruppe, mit Stammsitz im schwäbischen Pfullingen, ist mit einem flexiblen und innovativen Produktportfolio rund um Lean Manufacturing und Industrie 4.0 international vernetzt und verfügt über Tochtergesellschaften und Niederlassungen in Ungarn, Rumänien, Tschechien, Polen, Österreich und in der Schweiz. Mit seinem innovativen Baukastensystem für die schlanke Fertigung ist BeeWaTec einer der führenden Anbieter im deutschen Markt und konnte seine internationale Marktposition bei Lean- und Materialflusskomponenten kontinuierlich ausbauen. Hier bietet BeeWaTec zum Beispiel Produktions-Arbeitsplätze, Werkstatt-, Labor- und Lager-Ausrüstungen, Kommissioniersysteme, Intralogistik und fahrerlose Transportmittel.
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