Absaugung in der Elektronikproduktion: Zwei Konzepte – ein Ziel

Die Elektronik in modernen Sicherheits-Schaltgeräten ist ebenso komplex wie kompakt. Zu den Weltmarktführern in diesem anspruchsvollen Markt der Elektro- und Automatisierungstechnik gehört die Schmersal Gruppe mit Hauptsitz in Wuppertal. Sie bietet dem Maschinen- und Anlagenbau ein extrem breites Spektrum an Sicherheitsschaltgeräten und –systemen in mehr als 10.000 Baureihen und Varianten. Darunter sind Geräte, die jährlich in fünf- und sechsstelliger Anzahl gefertigt werden, aber auch kundenspezifische Schaltgeräte in Kleinserien.

Entsprechend flexibel muss die Fertigung an den weltweiten Produktionsstandorten sein. Um diese Anforderung zu erfüllen, arbeitet Schmersal traditionell mit hoher Fertigungstiefe. Zum Beispiel erfolgt die Elektronikfertigung im eigenen Hause nach den Grundsätzen der „Lean Production“, und viele Arbeitsplätze und Betriebsmittel werden ebenfalls mit eigenen Mitteln entwickelt, projektiert und installiert.

Dazu gehört die Absaugung an den Schneidstationen einer Fertigungsinsel für das manuelle Bearbeiten und Löten von SMD-Platinen. Die Gesamtleiterplatten (Nutzen) werden hier manuell geschnitten, weil die Stückzahlen klein sind und ein automatisiertes Trennen daher unwirtschaftlich ist.

Für den Sauberraum gemäß VDA 19 konstruierten die Betriebstechniker von Schmersal eine Absaugung, bei der die mobile Sauganlage mit beiden Schneidanlagen verbunden ist und den Staub direkt an der Entstehungsstelle aufnimmt. Dabei entschieden sie sich für einen „Leisesauger“ vom Typ DS 1222 aus dem Ruwac-Programm. Er steht wenige Meter von der Fertigungsinsel entfernt und ist über einen Saugleitungsverteiler und eine Saugluftregulierung – die ebenfalls in Eigenregie projektiert und installiert wurde – mit den beiden Absaugorganen an den Schneidwerkzeugen verbunden.

Diese Lösung entspricht der Vorschrift „Absaugung von Leiterplattenstäuben“. Der Sauger ist mit einer Fernauslösung ausgestattet, d.h. er schaltet sich selbsttätig zu, wenn die Schneidanlage eingeschaltet wird. Die schwarze Gehäusefarbe verrät, dass es sich um einen Sauger in Staub-Ex-Ausführung handelt, weil Leiterplattenstäube unter bestimmten Bedingungen explosionsfähig sind. Zu den Vorteilen des „semimobilen“ Saugers gehören aus Sicht von Schmersal der leise Betrieb, die Integrationsfähigkeit in die Gesamtanlage und der flexible Standort (Bild 1).

Bei großen Stückzahlen kommen in der Schmersal-Elektronikfertigung automatisierte Fräsanlagen zum Einsatz. Hier werden die Nutzen in Werkstückträger eingelegt und mit einer hohen Genauigkeit von unter 1/10 mm in einzelne Leiterplatten getrennt. Das Fräswerkzeug erzeugt dabei feinste Stäube, die ebenfalls abgesaugt werden müssen. An der Anlage befinden sich zwei Ruwac-Sauger vom Typ DAV 1150 H, ebenfalls in Staub-Ex-Ausführung (Bild 2). Bei dieser Gerätebaureihe lagert sich das Sauggut zunächst in einer Vorfilterzelle ab und passiert dann einen Reststaubfilter. Die Sauger sind mit einem H 13-Filter und einem Vorfilter der Staubklasse M ausgestattet, so dass rechnerisch die Staubklasse H 14 erreicht wird. Zwei Anlagen sind es aus Redundanzgründen: Wenn der eine Sauger in einem belüfteten „Schwarzraum“ gefahren wird, um den Filtersack zu wechseln, stellt der jeweils andere die wirkungsvolle Absaugung sicher.

Die Ruwac-Sauger an den verschiedenen Nutzentrenn-Anlagen gewährleisten nicht nur die erforderliche Sauberkeit. Sie leisten auch einen Beitrag zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter, weil sie Leiterplatten- und Metallstäube absaugen, für die definierte Arbeitsgrenzwerte (AGW) gelten. Dieser Aspekt ist für Schmersal sehr wichtig. Schließlich stellt das Unternehmen Produkte und Systeme her, die ebenfalls der Sicherheit und dem Schutz der Mitarbeiter in der industriellen Produktion dienen.

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