Automatisiertes Fördersystem für Büromöbelhersteller SEDUS Stoll

Der führende, international tätige Büromöbelhersteller SEDUS Stoll AG mit Sitz in Waldshut-Tiengen kann auf eine Firmengeschichte von über 140 Jahren zurückblicken.

Im Rahmen eines umfangreichen Modernisierungs- und Investitionsprogramms wurde am Produktionsstandort in Dogern eine neue effiziente Rollenfördereranlage für Bürostühle gebaut, die eine bestehende ältere Förderanlage ersetzt.

Aufgabenstellung


Um die Produktivität weiter zu steigern, hat Sedus ihre Fertigungs- und Montagebereiche neu strukturiert. Ziel war es, die Endmontage der Bürostühle so effizient wie möglich zu gestalten und einen automatisierten Transport zum Versandbereich sicher zu stellen. Dafür sollte ein neues Fördersystem konzipiert werden.

Eine Herausforderung stellte dabei das Transportgut selbst dar. Es  handelt sich um Bürostühle, die auf speziellen Trägerplatten aus Holz transportiert werden. Im 2-Schicht-Betrieb sollen künftig in der Spitze ca. 2.000-2.500 Stühle täglich montiert und für den Versand bereitgestellt werden.

Eine weitere Vorgabe war, dass das Fördersystem zwischen Montagehalle und Versand nicht auf dem Boden installiert, sondern von der Decke abgehängt sein sollte. Zudem sollte es unter keinen Umständen zu einem Rückstau von Stühlen aus dem Versand kommen, der bei den Montagemitarbeitern zu Wartezeiten führen würde.

Das FAB-Konzept

Der sichere und effiziente Transport der Stühle durch die Montagehalle bis zum Versand erfolgt mit einem Rollenförderer-Fördersystem, welches 19 Arbeitsplätze in der Montage und 2 Arbeitsplätze im Versand miteinander verbindet.

Förderkomponenten

  • 1.000 m Rollenförderer
  • 19 Hubstationen
  • 3 Vertikalförderer
  • 2 S-Förderer

Fördersystem

Die Rollenfördereranlage verläuft über die gesamte Strecke der Montagehalle in 2 Doppel-Förderebenen.

Die untere bodennahe Doppel-Förderebene sorgt für die Anbindung der Montageplätze. Sie besteht aus einer oberen Ebene für den Transport der Stühle auf Trägerplatten ab den einzelnen Montagestationen. Die Förderebene direkt darunter dient der Zuführung leerer Trägerplatten.

Die obere Doppel-Förderebene, auf ca. 3,40 m Höhe, ist von der Hallendecke abgehängt. Sie umfasst eine obere Förderebene für den Transport der fertig montierten Stühle in Richtung Versandhalle. Die Förderebene direkt darunter dient der Rückführung leerer Trägerplatten. Eine Absturzsicherung ist zum Schutz vor herabfallenden Teilen angebracht.

Auf der gesamten Montage-Förderstrecke sorgen 3 Vertikalförderer für die Verbindung der unteren und oberen Doppel-Förderebene und stellen somit den Transport zwischen Montagehalle und Versand in beide Richtungen sicher.

Aufgabeplatz

Jeder der 19 Aufgabeplätze in der Montagehalle ist mit einer Hubstation ausgestattet.

Die fertig montierten Stühle werden vom Mitarbeiter bodeneben auf die bereit stehenden speziellen Trägerplatten in der Hubstation gerollt. Dies geschieht aufgrund der abgeschrägten Auflaufprofile der Hubstation ergonomisch und ohne großen Kraftaufwand.

Betätigt der Mitarbeiter den Freigabetaster an der Hubstation, wird die beladene Platte auf Niv. +0,60 m angehoben und leicht gekippt, damit die Ladung auf den nachfolgenden Rollenförderer rollt.

Von dort erfolgt der Transport der Stühle mit Trägerplatte zum bereichszugeordneten Vertikalförderer. Der Vertikalförderer übernimmt die Transporteinheit, hebt sie auf Niv. +3,20 m an und übergibt sie der oberen Förderstrecke zum Transport in den Versand.

Versandhalle

Zwischen Montage- und Versandhalle verläuft die Förderstrecke ausschließlich oben, von der Decke abgehängt. Damit ist gewährleistet, dass die Bodenfläche frei für den innerbetrieblichen Warenverkehr mit Stapler etc. genutzt werden kann.

Die Stühle auf den Trägerplatten werden auf der oberen Förderstrecke in die Versandhalle gefördert. Bei Erreichen der Versandhalle muss die Transporteinheit wieder auf Niveau +0,50 m abgesenkt werden. Dies geschieht mittels einem S-Förderer, der die Trägerplatte mit Stuhl übernimmt und an die   Förderstrecke übergibt.

Die Konstruktion des S-Förderers ist an die Paternostertechnik angelehnt und erlaubt im Vergleich zu einem Vertikalförderer eine kontinuierliche, gleichzeitige Aufnahme und Abgabe der Transporteinheiten.

In der Versandabteilung sind 2 unterschiedliche Packbereiche vorgesehen. Die Transporteinheiten werden entweder nach rechts oder links auf die Förderstrecke des jeweiligen Packbereiches ausgeschleust. Von dort erfolgt die manuelle Abnahme der Stühle durch die Versandmitarbeiter. Die leeren Trägerplatten werden über einen zweiten S-Förderer wieder in die obere Ebene und über diese in den Montagebereich gefördert.

Merkmale der Förderanlage

  • Funktions- und raumoptimierte Anordnung und Ausbildung des Fördersystems
  • Hohe Flexibilität bei künftigen Änderungen im Montageablauf
  • Ergonomische Aufgabe der Stühle auf die Förderstrecke
  • Pufferstrecke schafft Ausgleich bei unterschiedlichen Taktungen in Montage und Versand
  • Verbesserung des Logistikprozesses
  • Optimierte Abläufe
Über die FAB Fördertechnik und Anlagenbau GmbH

Die FAB Fördertechnik und Anlagenbau GmbH ist ein mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen aus dem Südschwarzwald mit 60 Mitarbeitern. Als Maschinen- und Anlagenbauer mit über 40-jähriger Tradition verfügt FAB über einen großen Erfahrungsschatz in der Intralogistik und ist in den verschiedensten Branchen der produzierenden und verarbeitenden Industrie aktiv. Am Standort in Waldshut-Tiengen werden kundenspezifische Förderanlagen, Materialfluss-Systeme, LKW Be-/Entladesysteme und Sonderkonstruktionen entwickelt und realisiert.

Zu den Kunden zählen zum Beispiel Unternehmen wie Blum Hoechst, Boehringer Ingelheim, Ecoclean Filderstadt, Ferrero Stadtallendorf, Gutex WT-Tiengen, Laempe Mössner Sinto Barleben, Nemak Dillingen, Nobilia Verl, Rehau Feuchtwangen, Sedus Dogern, Fritz Winter Stadtallendorf und viele mehr.

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